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Schulsozialarbeit

Hier finden Sie die Informationen zu der Schulsozialarbeit der Städtischen Realschule Bad Münstereifel. Ihre Ansprechpartnerin in diesem Bereich ist Frau Bolender. Sie ist unter der Rufnummer 02253 - 54 58 62 erreichbar.

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Interview mit Frau Bolender

Wie genau lautet Ihre Berufsbezeichnung?

Meine Berufsbezeichnung lautet Diplomsozialarbeiterin. Ich habe Sozialarbeit in Köln studiert und ein Berufspraktikum im Allgemeinen Sozialen Dienst sowie in der Erziehungsbeistandschaft der Stadt Köln gemacht.

Wie sind Sie auf unsere Schule aufmerksam geworden?

Ich habe vorher zwölf Jahre in der Stadtverwaltung hier in Bad Münstereifel als Schulsozialarbeiterin gearbeitet, nachdem die Stelle hier frei wurde, hat die Stadt entschieden, dass ich hier eingesetzt werde.

Sie sind noch nicht lange hier, was haben Sie für einen Eindruck von der Schule, Lehrern, Schülern, etc.?

Ich wurde von den Lehrern und Schülern der Hauptschule und Realschule  sehr gut aufgenommen. Ich glaube, dass ich hier noch in vielen Arbeitsfeldern tätig sein werde. Die Arbeit macht mir viel Freude.

Was ist an Ihrem Beruf so besonders und wie sind Sie dazu gekommen?

Es macht mir Freude anderen Menschen helfen zu können, ihre Probleme zu lösen und in Ihrem Leben etwas zu verändern, damit es Ihnen besser geht. Zu diesem Beruf bin ich auf einem merkwürdigen Weg gekommen. In der Orientierungszeit war ich mit vielen Leuten zusammen, die auch Sozialarbeit studiert haben. Damals hatte ich noch keine genaue Vorstellung, was da auf mich zukommt, aber ich habe es trotzdem angefangen. Ich mache diesen Beruf nun schon seit über 20 Jahren und immer noch sehr gerne.

Haben Sie neben diesem Beruf auch viel Freizeit?

Da ich eine große Familie habe, arbeite ich nur Teilzeit. Außerdem brauche ich immer Zeit, um die Eindrücke aus der Arbeit zu reflektieren und zu verarbeiten. Dazu ist dann der Nachmittagsspaziergang mit unserem Hund gut.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die Städtische Realschule Bad Münstereifel kamen?

Bevor ich hier an der Schule angefangen habe, habe ich in der Stadtverwaltung mit 25 Stunden pro Woche Sozialarbeit geleistet. Dort habe ich angefangen mit viel Beratung und Betreuung von Aussiedlerfamilien und Asylbewerbern, die in Übergangsheimen untergebracht waren. Die Beratung von jungen Frauen und alleinerziehenden Müttern sowie die Arbeit am „Runden Tisch“ gegen häusliche Gewalt waren weitere Arbeitsschwerpunkte.

Wo genau sehen Sie an unserer Schule Ihre Tätigkeitsfelder?

An dieser Schule sehe ich meine Tätigkeitsbereiche in der Krisenintervention. Ich bin Ansprechpartnerin für Schüler und Schülerinnen, wenn Probleme mit Kameraden, Lehrern und zu Hause auftauchen. Ich versuche dort Konflikte zu klären und es gibt viel zu tun. Ich bin auch dazu da, um Mädchen und Jungen zu stärken und zu schützen.

Wer kann alles zu Ihnen kommen?

Grundsätzlich können alle kommen. Egal ob Schüler, Lehrer, oder Eltern, alle sind herzlich willkommen.

Angenommen ich hätte Streit mit meiner besten Freundin, wie würden Sie uns helfen?

Zuerst würde ich mir deine Sorgen und Nöte und dann die der Freundin anhören Bei Bedarf würden wir dann ein gemeinsames Gespräch führen. Zunächst versuche ich den Ursachen auf den Grund zu gehen und Möglichkeiten für Versöhnungen finden. Manchmal muss man erst einmal die Freundschaft ruhen lassen und die Traurige trösten.

Wie würden Sie vorgehen, wenn es zu einem ernsthaften Streit zwischen einem Realschüler und einem Hauptschüler kommen würde?

Ich würde genauso vorgehen wie bei dem vorigen Problem.

Möchten Sie abschließend noch etwas loswerden?

Eltern können sich an mich wenden bei Sorgen bezüglich ihres Kindes. Ich werden versuchen, Ihnen in diesem Fall weiterzuhelfen.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Bolender!

Das Interview führten Larissa Sieberath und Lisa Wiebe

 

 

Programm der Schulsozialarbeit 

Warum Sozialarbeit an der Schule?

 

Die Schulsozialarbeit leistet mit Hilfe verschiedener Methoden Vertrauensbildung. Durch verlässliche Absprachen und dem Einhalten der Schweigepflicht wird ein Beziehungsaufbau zu den Zielgruppen. Die Schulsozialarbeit ist nicht an den Unterricht gebunden und erteilt demnach auch keine Noten.

 

Zielgruppen

 

Zielgruppen der Sozialarbeit an der Städtischen Realschule sind natürlich an erster Stelle die Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen/ Lehrer sowie Eltern und Erziehungsberechtigte. Diese Zielgruppen nehmen die Angebote aus unterschiedlichen Bedürfnissen war. Zum Beispiel nehmen ...

... SchülerInnen die Sozialarbeit in Anspruch, wenn sie Verhaltensauffälligkeiten zeigen, aber auch Fragen zu schulischen oder persönlichen Themen stellen, bzw. im Prozess ihrer Entwicklung und sozialen Integration in erhöhtem Maße Unterstützung brauchen.

... Eltern und Erziehungsberechtigte die Schulsozialarbeit in Anspruch, die Fragen zu erzieherischen und schulbezogene Themen haben.

... LehrerInnen die Schulsozialarbeit in Anspruch, die in Einzelfällen oder auch bei gruppenbezogenen Themen an ihre (pädagogischen) Grenzen stoßen.

 

Ziele


Die Schulsozialarbeit arbeitet in diesen Zusammenhängen gemeinsam mit den Beteiligten Lösungskompetenzen und Lösungsmöglichkeiten. So zum Beispiel für...

... SchülerInnen

- die Ermöglichung des vereinfachten Zuganges zu sozialpädagogischen Hilfen.

- das Erschließen und Aufzeigen von Hilfsangeboten auch außerhalb der Schule.

- die Übernahme von Verantwortlichkeit für das eigene Lernen und Verhalten.

- die Erarbeitung realistischer Lebensperspektiven und Handlungsalternativen.

- die Entwicklung von Fähigkeiten, schulisches Lernen besser zu gestalten.

- die Stärkung des Selbstvertrauens und die Förderung von sozialen Kompetenzen.

- eine Rollenfindung und bewusste Lebensplanung.

- eine Veränderung problematischen Verhaltens, bzw. die Förderung konstruktiven Verhaltens.

... die Schule

- die Abstimmung der gemeinsamen Arbeit.

- die Stärkung der sozialpädagogischen Handlungskompetenz.

- die psycho-soziale Entlastung der Lehrpersonen.

... die Eltern und Erziehungsberechtigten

- den Abbau von Schwellenängsten gegenüber der Schule und anderen Institutionen.

- die Förderung der Erziehungskompetenz.

- den vereinfachten Zugang im Bereich der Hilfen zur Erziehung, des Jugendschutzes, der Gesundheitsfürsorge sowie der Prävention.

Unsere Angebote


- offene Gesprächs- und Kontaktangebote

- Einzelberatungen

- Beratung von LehrerInnen

- Arbeit mit den Eltern und Erziehungsberechtigten

- Kooperation mit Behörden und Einrichtungen der Jugendhilfe

- Kooperation mit Beratungsstellen im Bereich Prävention

- Mediation (Streitschlichtung)

- Klassenprojekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten (z.B. konstruktive Konfliktlösung, soziale Kompetenzen, Förderung des Klassenverbandes)

 

 

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